Anna und die Regenbogenbrücke


Meine alte Anna wird wohl bald mit mir über die Regenbogenbrücke gehen…
Seit Tagen ist sie sehr schusselig und noch langsamer geworden, sie frisst immer noch gut, jedoch nimmt sie immer mehr ab.
In ihrer Glanzzeit hatte sie immerhin fast 11 kg, jetzt hat sie noch knapp 7 kg. Das bedeutet für mich: Anna hat irgendwo einen versteckten Krebs.
Ich habe vor Jahren bei einer Tierärztin gearbeitet und kenne – leider – diese Symptome sehr gut.
Natürlich kann sie nicht wie ein junger Hund rumspringen, das weiss ich auch, aber wenn man – wie ich – einen Hund hat, der bei einem selbst geboren wurde – und das immerhin schon vor fast 18 Jahren – dann kennt man diesen Hund ganz genau und weiss, wie gut oder wie schlecht es diesem Hund geht.
Ganz egal, was man selbst dabei empfindet, irgendwann in nächster Zeit werde ich die wohl schwierigste Entscheidung treffen müssen, die nur dem Hund und nicht einem selbst gut tut.
Solange Anna noch mit meiner kleinen Paula und mir Morgens und Abends wenigstens noch eine Viertelstunde spazieren geht, wird das nicht geschehen, aber sobald ich merke, dass sie lethargisch wird, oder sie Schmerzen bekommt, dann, ja dann marschiere ich tapfer mit ihr zu der Regenbogenbrücke, wo sie (hoffentlich) von ihrer Mama und all ihren vorher über diese Brücke Gegangenen empfangen wird. Ich werde sie immer nur so in Erinnerung behalten, wie sie auf diesem Bild zu sehen ist, nämlich : frech, witzig, gelehrsam, brav und treu.

Werbeanzeigen